Futter

Einteilung

"Wie werden Futtermittel eingeteilt?"

Futtersorten



Wie teilen Sie Futtermittel am Besten ein? Was füttert man sinnvoller Weise? Die heutigen Futtermittel können bereits bei einer geringen Überfütterung schädlich für die Fische sein. Auch falsches Futter verkürzt unter Umständen die Lebenserwartung mancher Zierfische. Wichtig ist dabei zu beachten das jeder Fisch, der in unserem Aquarium schwimmt, von unserem Artenwissen abhängig ist. Wir empfehlen deshalb sich genauestens zu informieren, bevor man den Fischen unwissentlich Schaden zufügt. Da Fische das künstliche Futter in ihren natürlichen Lebensräumen nicht vorfinden, können Sie durch ihr Fressverhalten keine Hinweise auf die Futterqualität geben. Es liegt somit also an uns für Sie zu entscheiden, was sie fressen dürfen und was nicht. Folgende Futtergruppenkann man im Allgemeinen unterscheiden:
-Lebendfutter
-Naturfutter
-Nassfutter
-Flockenfutter
-Sticks

Lebendfutter


Lebendfutter

Lebenfutter Erläuterung

In den Anfängen der Aquaristik war Lebendfutter das einzige beschaffbare Futtermittel, dass unseren Fischen zur Verfügung stand. Die beiden Hauptgruppen dieser Futterart sind Plankton und Bodentiere.
Zum Plankton gehören die Tiere, die frei durchs Wasser treiben. Diese Gruppe stellt die wohl wichtigste Gruppe der Lebendfutterarten dar. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise Cyclops und Wasserflöhe. Diese Futtertiere sind nicht nur reich an natürlichen Stoffen und Vitaminen, sondern sie dienen auch der Fitness, denn sie regen den Jagdinstinkt unserer Fische an.
Eine weit verbreitete Meinung, vor allem bei "alte Hasen" ist, dass man Jungfische am besten mit diesem Futter aufziehen sollte. Leider ist dies aber heute nicht mehr so ohne weiteres möglich. Noch vor knapp 15 Jahren war in fast jedem kleinen Gewässer eine große Artenvielfalt an Plankton vorhanden. Aber heutzutage findet man kaum noch diese kleinen Gewässer, was den Fang solcher Futtertiere unheimlich erschwert. Sollten Sie jedoch noch ein fischfreies Gewässer finden, in dem sich viele Arten tummeln, beachten Sie, dass Sie eine Genehmigung des Besitzers benötigen, um die Futtertiere zu fangen. Zu beachten ist auch, dass man keine räuberischen Cyclops oder kleine Fischegel in ein Jungfischbecken setzt.


Naturfutter


Naturfutter

Naturfutter Erläuterung

Naturfutter ist ähnlich dem Lebendfutter. Nur sind dies Futtertiere, die haltbar gemacht wurden. Zur Haltbarmachung gibt es verschiedenste Methoden.
Gefrostetes Futter sollte innerhalb von 10 Monaten verbraucht werden. Später gehen essentielle Inhaltsstoffe rasant verloren. Einmal bereits aufgetautes Futter muss verwendet oder entsorgt werden. Dabei ist die Art der Frostung entscheidend - industrielles Gefrieren sorgt für kristallfreie Frostung ohne die Struktur den Futters zu zerstören - beim Wiedereinfrieren bilden sich zwangsläufig Eiskristalle, die die Qualität des Futters massiv beeinträchtigen. Beim Kauf sollten Sie auf Qualität wie auf Quantität achten. Es kommt immer wieder vor das Rote Mückenlarven zu Schleuderpreisen angeboten werden. Bei diesen Schleuderpreisen ist mit über 70%Wasser zu rechnen. Somit hat man quasi nur Wasser gekauft. Gutes Frostfutter erkennt man daran, das es nie mehr als 20% Wasser enthält. Falls das abtropfende Wasser trüb ist oder nicht frisch riecht, sollten sie auf eine Fütterung verzichten. Bei solchen Anzeichen ist das Futter mind. einmal umgepackt worden oder wurde bei dem Versand aufgetaut. Auch bei der Gefriertrocknung gibt es einiges zu beachten, auch wenn hierbei der Preis und die Qualität fast immer stimmen. Achten Sie bei dem Kauf auf ein vertrauenswürdiges Mindesthaltbarkeitsdatum, denn Futter, das schon mehrere Monate gelagert wurde, hat mit großer Sicherheit vieles an Vitaminen und Aminosäuren verloren.

Nassfutter


Nassfutter

Nassfutter Erläuterung

Nassfutter kann sowohl ein einzelner Rohstoff sein als auch ein Mischfutter. Im Handel ist das verbreiteste Nassfutter Rinderherz. Wichtig hierbei ist, dass Säugerprotein nicht für Fische geeignet ist. Dieses begründet sich in zwei grundlegenden Punkten. Säugerprotein entspricht aufgrund seiner Zusammensetzung nicht dem Nährstoffbedarf eines Fisches. Die Zusammmensetzung des Rinderherzens kann bei Verfütterung angeblich z.B. die Eierstöcke der Fische verfetten. Was nachweislich zu Fortpflanzungsstörungen führen kann. Ganz anders sind Muscheln oder Garnelen. Aus ihnen kann man sehr gut selbst Futter herstellen. Jedoch sollte man nicht vergessen, Zusätze von Spurenelementen und Vitaminen beizufügen.

Trockenfutter


Trockenfutter

Trockenfutter Erläuterung

Zu Beginn der Aquaristik war es schwierig Fische über den Winter zu hältern, denn die Futterteiche waren zugefroren und man kam nicht ans Futter. Deshalb suchte man nach Alternativen. Als erstes echtes Alleinfutter wurde das Flockenfutter erfunden. Aber auch heutzutage steht der Fortschritt in der Trockenfutterindustrie nicht still.
Als Trockenfutter sind folgende Futterarten zu unterscheiden:

Trockenfutterarten

Sticks


Sticks

Sticks Erläuterungen

Bei Sticks ist es das Ziel, das sie an der Wasseroberfläche treiben. Zum einen sollten Sie vorher aufgeweicht werden, da sie sonst im Magen nachquillen und somit zu Schäden führen. Enthaltende Wirkstoffe können schnell zerfallen - also unbedingt das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten.