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Zierfischgroßhandel und Zierfischzucht

 

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In der natürlichen Umgebung sind Fische Lebensbedingungen ausgesetzt, an die sie sich über Generationen durch Erwerb spezieller Eigenschaften angepasst haben. Diese spezifischen Lebensbedingungen sind für jede Art verschieden.

Im Aquarium insbesondere in einem Gesellschaftsbecken, werden Fisch mit unterschiedlichsten Bedürfnissen in ein und demselben Wasser gehalten. Auch Artenbecken, die speziell auf eine oder wenige Arten und deren Lebensraum abgestimmt sind, können die natürlichen Lebensbedingungen nur eingeschränkt imitieren. Folglich können die Lebensbedingungen der im Aquarium gehaltenen Fische nicht Punkt für Punkt den Bedürfnissen angepasst sein, und hier beginnen die Probleme für den Aquarianer.

Das man den Tieren nicht den gleichen Schwimmraum bieten kann wie in der Natur, liegt natürlich auf der Hand, allerdings muss ein Kompromiss gefunden werden zwischen dem Wunsch “so viele Fische wie möglich zu halten” und der Tatsache, dass die Tiere nicht Stress ausgesetzt werden oder das Wasser überbelastet wird. Als Richtwert für eine optimale Besetzung wird von manchen Autoren ein Richtwert von X Fischen auf Y Wassermenge angegeben. Eine solche Masszahl ist allerdings wertlos unter der Ignoranz von Gröle und Eigenschaften der Tiere. Individuelle Beratung und eigene Information der zukünftigen Tierhalter muss dies beinhalten. Der Aquarianer findet auf dem Markt eine Vielzahl von Mitteln und Mittelchen, die ihm ein gesundes und perfektes Aquarium versprechen. Die Aquarien- und Wasserchemie bleibt für viele ein “ Buch mit sieben Siegeln ”.  

Etwas über Aquarien- und Wasserchemie:

Ohne diese Kenntnisse sollte niemand ein Aquarium halten, allerdings sollte sein Stellenwert auch nicht überbewertet werden. Einige wenige Regeln reichen aus, um als verantwortungsvoller Tierhalter sein Aquarium zu pflegen.

Zu den Dingen, die ein Aquarianer wissen sollte gehören Angaben über das Karbonatsystem, die Wasserhärte, den pH-Wert und natürlich den Stickstoffkreislauf im Wasser. Hierzu existiert ausreichend Literatur (z.B. Aquarienatlas...). Ein erboster Kunde, der den Händler beschimpft ihm kranke Tiere verkauft zu haben ohne dass er auf Anfrage die Wasserwerte nennen kann (Teststäbchen u. Co.!) ist mehr als ärgerlich. Natürlich ist eine Krankheit nicht immer zu vermeiden - schliesslich handelt es sich um lebende Organismen - aber häufig steck die Ursache in der falschen Umgebung.

Es ist absolut notwenig die Lebensbedingungen zu kennen unter denen die diversen Tiere leben. Information beinhaltet auch die jeweils optimalen Wasserwerte (bzw. auch die Grenzwerte) zu kennen.

 

Hilfe bei Wasserproblemen:

Wenn die Wasserhärte zu hoch ist:

1. Wasser z.T. ablassen und durch destilliertes Wasser ersetzen - keinesfalls Regenwasser verwenden (Luftschmutz!) 2. Enthärtung des Wassers mit Enthärtungsfilter oder Ionenaustauscher. 3. Filterung über Torf. 4. Dekosteine überprüfen ggf. entfernen

Wenn die Wasserhärte zu niedrig ist:

1. Vorsichtiger Zusatz von Kalzium- oder Magnesiumsulfat. 2. Mischen mit härterem (Stadt-) Wasser. 3. Filterung über Marmorstückchen oder Bodengrund aus Korallensand

Wenn der pH-Wert zu hoch ist:

1. Filterung über Torf. 2. Teilweiser oder vollständiger Wasserwechsel. 3. Kohlendioxiddüngung durch CO2 Diffusor

Wenn der pH-Wert zu niedrig ist:

1. Teilweiser oder vollständiger Wasserwechsel. 2. Vorsichtiger Basenzusatz (NaHCO3) oder (Na2CO3). 3. Starke Durchlüftung um CO2 auszutreiben.

Wenn der Nitrit/ Nitratgehalt zu hoch ist:

1. Regelmässiger Teilwasser Wechsel. 2. Bioaktive Filterung (Filtermaterial mit Bakterien - kein Komplett Wechsel!) 3. Regelmässige Reinigung des Filters/ Vorfilters. 4. Fütterungsmenge auf Fische abstimmen (Fischbesatzdichte überprüfen) 5. Dichte und gesunde Bepflanzung. 6. Abgestorbenes Material direkt entfernen.